Gib dem Luder Puder

Gib dem Luder Puder

Eine glänzende Erscheinung ist nicht immer von Vorteil

Zumindest dann nicht, wenn sich der Glanz im Gesicht befindet und nach Angstschweiß aussieht. Und das passiert ganz schnell.

 

Warum im Fernsehstudio so viel Puder benutzt wird

Im Fernsehstudio werden die Gäste und Moderatoren nicht ohne Grund vor ihrem Auftritt mehrmals mit der Puderquaste bearbeitet – und bei den Herren mit viel Kopf und wenig Haar geht da schon so einiges drauf! Aber das ist wichtig und richtig, denn im Scheinwerferlicht glänzen wir alle – aber nicht unbedingt so wie wir wollen.

 

Warum auch die Herren Kompaktpuder in ihrer Tasche haben sollten

Falls Sie ein Interview im eigenen Büro vor sich haben oder einen Auftritt auf einer Bühne, empfehle ich unbedingt, das Gesicht ebenfalls vorher abzupudern. Am besten mit einem Kompaktpuder, der bröselt Ihnen im Zweifelsfall nicht das Sakko voll. Sie können auch ein mattierendes Spezialpapier (Oil Control Paper) nehmen, das absorbiert überschüssigen Talg und befreit von Glanz, deckt allerdings keine Rötungen oder Hautunreinheiten ab. Puder und Papier gibt’s günstig in der Drogerie. Wenn Sie also auch in den stressigsten Situationen kompetent auftreten wollen, denken Sie dran: gib dem Luder vorher Puder!

 

Warum Sie ein Survival-Pack für’s Büro brauchen

Übrigens gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die Sie als Survival-Pack im Büro lagern können. Haarspray zum Beispiel. Damit können wir Damen sogar im Notfall die Laufmasche in der Feinstrumpfhose stoppen. Nagelfeile, Zahnseide, Nähzeug und Feuchttücher sind auch ganz praktisch. Mit Feuchttüchern bekommen Sie nicht nur Puder- und Makeup-Reste weg, die eignen sich auch wunderbar, um vorsichtig Flecken aus der Kleidung zu reiben, Schuhe zu putzen oder als Deo-Ersatz. Apropos: Für ganz schweißtreibende Situationen gibt es ja auch Achsel-Pads, die man sich in die Kleidung kleben kann. Und was immer hilft, ist eine kleine Dose Nivea-Creme. Für die Hände, für die Haare, für die Schuhe – damit kriegen Sie alles wieder glänzend hin. Und wenn Sie’s mit dem Glanz übertrieben haben, wissen Sie ja jetzt auch, was hilft…!

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihre Sabine Ziemke

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PowerPoint mit Power

PowerPoint mit Power

Tod durch Folie

Kennen Sie den Tod durch Folie? Also – PowerPoint-Folien, die so sterbenslangweilig sind, dass man bei der Präsentation förmlich dahinsiecht? Falls Sie zu den Tätern gehören und demnächst Ihre Opferzahl reduzieren wollen, dann achten Sie bitte auf Folgendes: Bei einer Präsentation sind nicht die Slides das Wichtigste, sondern Sie. Ansonsten könnten Sie gleich zu Beginn ein Handout verteilen und danach wieder gehen.

 

Immer das Publikum im Blick haben

Präsentation kommt von präsentieren, das heißt, Sie schauen zum Publikum und nicht zur Leinwand. Sie stehen vor der Leinwand und nicht daneben. Und Sie lesen nicht einfach nur vor, was der Beamer an die Wand wirft. Sie erläutern und erklären. Dafür brauchen Sie keine Bleiwüsten auf den Folien, da reichen Stichworte aus. Möglichst groß (30 Punkt), möglichst wenige auf einer Seite (am besten immer nur drei Aspekte). Die können Sie der Spannung wegen auch gern erst nacheinander auf der Folie einblenden. Alles, was auf den Slides steht, versucht der Zuschauer auch zu lesen und hört Ihnen in dieser Zeit nicht zu.

 

Statt Bleiwüste Stichworte und Bilder zeigen

Deshalb: Abkürzungen, kleine Zahlen, Formeln, Quellenhinweise – löschen Sie alles, was nicht zwingend notwendig ist. Fokussieren Sie Ihr Publikum optisch auf das Wichtigste. Sie können zur Sicherheit alle Informationen, die wichtig werden könnten, als Anmerkungen speichern. Splitten Sie Ihren Laptop-Bildschirm, so dass Sie links sehen, was die Zuschauer sehen und rechts all Ihre weiteren Anmerkungen stehen. Wenn Sie es mit komplizierten Schaubildern und Tabellen zu tun haben, dann können Sie diese auf der ersten Folie ganz zeigen und dann alle nicht relevanten Zahlen, Skalen etc. abdecken. So dass nur noch die Stelle zu sehen ist, um die es geht. Arbeiten Sie mit Bildern, Fotos, Icons auf Ihren PowerPoint Folien. Die sagen eh mehr als tausend Worte.

 

Vorsicht vor technischen Spielereien in PowerPoint

Aber hüten Sie sich vor zu viel technischen Spielereien. Bilder, die rein- und rausfliegen etc. sind meist eher peinlich als professionell. Überlegen Sie sich einen schönen Ein- und Ausstieg für Ihre Präsentation. „Hallo, ich bin der soundso und würde Ihnen heute gerne was über…erzählen…!“ Gähn! Langeweile vom ersten Moment an.

 

Zu Anfang muss es knallen – der richtige Einstieg

Was ist die Hauptbotschaft Ihrer Präsentation? Was ist der Mehrwert für das Publikum? Warum sollen Ihnen die Zuhörer ihre kostbare Zeit schenken? Machen Sie sofort klar, warum es so wichtig ist, Ihnen zuzuhören. Nehmen Sie den Anfangsgedanken zum Schluss wieder auf, so haben Sie eine schöne inhaltliche Klammer geschaffen. Verbannen Sie den Konjunktiv aus Ihrer Rede. „Ich würde jetzt gerne…und wir hätten ja viel lieber…und es wäre schön, wenn…!“ Das ist nicht souverän. Keine Weichmacher im Satz. Pausen allerdings schon. Das drosselt Ihr Sprechtempo und ermöglicht es dem Publikum, auch mal selbst mit- und nachzudenken.

 

Fragen Sie nicht, ob jemand Fragen hat…

Dafür eigenen sich auch Fragen ganz hervorragend. Allerdings kommen aus dem Publikum nur selten welche. Fragen Sie deshalb lieber das Publikum etwas. Antworten ist für die Zuhörer viel einfacher als Fragen zu stellen! Wechseln Sie während Ihrer Präsentation auch mal Ihren Standort. Gehen Sie mal nach links zum Publikum, mal nach rechts. Aber tigern Sie nicht hin und her. Alles in Maßen.

 

Der richtige Abgang

Wenn Sie Ihre Präsentation beenden, dann verlassen nicht gleich fluchtartig die Bühne (wie klein oder groß diese auch sein mag). Bleiben Sie stehen, zählen Sie in Gedanken bis drei und erst dann gehen Sie oder stehen für weitere Fragen zur Verfügung. Und Sie werden sehen – plötzlich macht die Präsentation nicht nur Ihnen Spaß, sondern auch Ihrem Publikum. Niemand muss sich mehr totlangweilen. Denn jetzt präsentieren Sie Ihre PowerPoint mit Power!
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Ihre Sabine Ziemke

 

[Bildquelle: © fotolia.com | Right 3]

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Und plötzlich kommt er – der Anruf.

Und das Herz schlägt mit einem mal viel schneller. Es geht um die Vorbereitung auf ein Interview. Was jetzt? Warum ausgerechnet ich? Was soll ich sagen? Wie sehe ich überhaupt aus? Das kann ich nicht – Panik! Halt! Niemand muss Angst haben, wenn ein Interview ansteht. Es gibt da allerdings ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten.

 

Erstens:
Warum werden gerade Sie als Gesprächspartner angefragt?
Was können Sie zum Thema beitragen?
Was ist überhaupt das Ziel des Interviews?

All das können Sie bereits im Vorfeld telefonisch mit dem Redakteur oder dem Moderator klären.

 

Zweitens:
Fragen Sie genau nach, welche Fakten oder Zahlen Ihnen vorliegen müssen, um korrekte Antworten zu geben. Aber formulieren Sie niemals vorher Ihre Antworten. Lernen Sie sie nie auswendig. Das wirkt im Interview viel zu gekünstelt. Verwenden Sie lieber Alltagssprache und erklären Sie Sachverhalte so, wie Sie es auch Ihrer Familie und Ihren Freunden sagen würden. Dann verwenden Sie auch automatisch mehr Verben und verzichten auf Substantivierungen und leere Worthülsen – nach dem Motto: „Wir sind ein innovatives Unternehmen“ Super! Und das heißt jetzt was? Besser: „Unsere Mitarbeiter haben viele gute Ideen, um neue Kunden zu finden, zum Beispiel…“ Apropos: Beispiele, Geschichten, echte Emotionen machen Ihre Antworten anschaulich und nachvollziehbar. Erklären Sie alles so einfach wie möglich. Je mehr Sie vom Zuschauer verstanden werden, desto kompetenter wirken Sie.

Übrigens: Denken Sie bei einem Hörfunk- oder Fernsehinterview nicht daran, möglichst kurze Antworten zu geben. Das klingt nicht schön und entspricht nicht einem normalen Gesprächsablauf. Der Interviewer muss dafür sorgen, dass die Gesprächszeit eingehalten wird – nicht Sie!

 

Und drittens:
Achten Sie darauf, dass Ihr Outfit nicht zu sehr von Ihrer Aussage ablenkt. Natürlich dürfen Sie eine lustig gemusterte Krawatte oder bei den Damen eine tolle Kette, große Ohrringe, einen bunten Schal oder ein Kleid in einer Knaller-Farbe tragen. Nur überlegen Sie immer, wie viel Aufmerksamkeit das Outfit auf sich zieht. Aufpassen mit Mustern! Kleinkarierte Stoffe, Glencheck, Hahnentritt – all das kann in der Kamera flirren und auch das lenkt ab. Um die Frisur und das Make-up kümmern sich beim Fernsehen die Maskenbildner-Innen. Beim Radio müssen Sie sich darum ja keinen Kopf machen….! Aber denken Sie daran, dass auch dort immer öfter Fotos für Facebook und Instagram geschossen werden. Also – im Zweifel lieber noch mal vorher in den Spiegel schauen. Das empfehle ich auch, wenn das Kamera-Team zu Ihnen ins Büro kommt, um ein Statement einzuholen. Vorher einmal das Aussehen kontrollieren. Auch die Herren dürfen sich gerne mal die Stirn abtupfen und (bei viel Kopf und wenig Haar) mit Kompaktpuder bearbeiten. Denn im Kameralicht sieht das schnell nach Angstschweiß aus. Angst oder Panik aber muss niemand haben.

Sie wissen ja jetzt, worauf es ankommt und welche Vorbereitung auf ein Interview zu treffen ist.

Ihre Sabine Ziemke

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