Business-Outfit für die heißen Tage

Business-Outfit für die heißen Tage

Die Temperaturen klettern, die Hemmungen sinken

… und im Büro ist jede Menge nacktes Fleisch zu sehen. Wie sieht das Business-Outfit für die heißen Tage aus? Zu kurze Röcke, zu tiefe Ausschnitte, Achselhemden und Flipflops. Selten schön, eher schön scheußlich. Doch was zieht man an, beziehungsweise aus, wenn im Sommer der Schweiß ausbricht?

Was so alles zum Vorschein kommt,
wenn es keine Stil-Regeln gibt

Es gibt da ein paar Regeln beim Business-Outfit für die heißen Tage. Und die gibt es nicht ohne Grund! Stellen Sie sich mal vor, was im Sommer im Business-Bereich so alles zum Vorschein käme, wenn es keine Stil-Regeln gäbe. Da erscheint die Kollegin plötzlich mit Hotpants, die mehr vom Po zeigen, als verstecken und Ihr männliches Gegenüber hat das Hemd bis zum Nabel auf geknöpft und lässt die schweißgetränkte Körperbehaarung an der Luft trocknen. Da wird das Büro zum Dschungel und der Arbeitskollege auch optisch zum Affen.

Zu wenig Stoff hat noch andere Nachteile. Wenn Sie Ihren kurzen Rock ständig über die Knie zerren, weil der Mini-Rock im Stehen – vor allem aber im Sitzen noch mehr hochrutscht, dann wirkt das alles andere als souverän und Sie gewähren Einblicke, die Sie nicht gewähren sollten.

Nackte Tatsache: Zu kurze Kleidung gewährt uns Einblicke, die wir gar nicht haben wollen

Also – es gibt Grenzen für nacktes Fleisch. Nicht in der Metzgerei, aber am Arbeitsplatz. Aus ästhetischen – und auch aus Arbeitsschutz-Gründen. Mit einem Minirock oder einer Hotpants können Sie sich im Sommer nun mal ganz schnell den Allerwertesten verbrennen, wenn Sie sich auf einen Lederstuhl setzen, der zu lange in der Sonne gestanden hat. Denken Sie daran!

Business-Outfit für die heißen Tage:
Warum ein Kurzarm-Hemd im Sommer untragbar ist…

Was also anziehen? Ich habe Modeexpertin Karen Boettcher aus Köln gefragt, was im Hochsommer im Business-Bereich erlaubt und ertragbar ist.

  • Ich empfehle den Herren grundsätzlich helle Anzug-Farben.
  • Das Sakko darf auch ausgezogen werden, allerdings sollte man sich dabei an der Geschäftsleitung orientieren.
  • Niemals ein Kurzarmhemd, das Businesshemd ist langärmelig! Wenn es zu heiß wird, dürfen die Ärmel aber hochgekrempelt werden.
  • Statt Hemd darf zum Sakko auch ein schickes T-Shirt mit Rundhals-Ausschnitt oder nicht zu tiefem V-Ausschnitt getragen werden.
  • Je nach Branche sind Sneaker auch mal ohne Socken ok.
Business Mode farbiger Schal

Modeexpertin Karen Boettcher

Damen dürfen – anders als die Herren –
den Blazer immer ausziehen

Modeexpertin Karen Boettcher empfiehlt den Damen im Sommer folgenden Dress-Code:

  • Helle Farben
  • Farbe all over oder zu weiß und schwarz kombiniert
  • Blusentops zu Hosen, auch gerne mal farbig monochrom
  • Leicht ausgestellte und verkürzte Hosen, die den Knöchel zeigen und Platz für den Schuh schaffen
  • Damen dürfen den Blazer immer ausziehen, Blusentop mit Ärmel darunter tragen
  • Offene Schuhe wie flache Sling Backs sind erlaubt, aber bitte keine Zehen zeigen!

 

Also, beim letzten Punkt bin ich leider raus! Ich zeige sehr gerne meine Zehen. Aber ich arbeite auch nicht in einer Bank oder bei einer Versicherung. Es kommt halt immer auf die Branche an. Eins ist aber überall gleich: Wenn es richtig heiß wird, gibt es für das Ausziehen des Blazers nur ein bestimmtes Zeitfenster. Nach einer gewissen heißen Phase sollte man sich gut überlegen, ob man seinen Mitmenschen ein durchschwitztes Hemd oder eine schweißnasse Bluse optisch und geruchsmäßig noch zumuten kann. Wie gesagt – zu viel nacktes Fleisch ist nur was für die Metzgerei und nichts für’s Büro!

Weitere Tipps für Ihre Business-Mode finden Sie in diesem Artikel.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihre Sabine Ziemke

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Die Business-Mode kennt keine Fröhlichkeit.
Wenn es um das Thema „Seriöse Kleidung“ geht,
sehen Viele schwarz.

Laut Wikipedia ist „Schwarz die Bezeichnung für eine Farb- und Helligkeitsempfindung, die beim Fehlen eines visuellen Reizes entsteht, also wenn die Netzhaut keine Lichtwellen oder nur Lichtwellen geringer Intensität im sichtbaren Spektrum wahrnimmt.“ Das Fehlen eines visuellen Reizes! Ich weiß gar nicht, wieso schwarz dann immer als schick gilt, wenn doch so gar kein visueller Reiz von dieser Farbe ausgeht.

All die wunderbaren Frauen und Männer, die sich durch den Berufsalltag schuften, tragen Trauer. Warum? Ist ihr Job so schrecklich? Oder fällt ihnen nichts Besseres ein? Oft höre ich das Argument: „Schwarz ist schlicht und elegant und passt einfach immer!“ Ja, genau das ist das Problem. Weil schwarz immer passt, wird es auch immer getragen.

Also, jetzt ist mal Schluss damit. Bringen Sie sich zum Strahlen und trauen Sie sich mal was zu – auch optisch! Mut zur Farbe signalisiert Selbstsicherheit. Ein roter Blazer? Super! Grüne High Heels? Hammer! Oder für die Herren mal ein tolles Hemd in einer Knaller-Farbe – ja warum denn nicht?

Das Tragen eines weißen Kittels kann unsere geistigen Fähigkeiten steigern

Ich dachte bis jetzt ja immer, Ärzte tragen in ihren Praxen oder in Krankenhäusern nur aus einem Grund weiße Kittel: Nämlich, damit sie überhaupt als Arzt erkannt werden. Jetzt weiß ich – es gibt noch einen anderen Grund. Einer Studie zufolge steigert das Tragen eines weißen Kittels auch unsere geistigen Fähigkeiten. Das liegt daran, dass das Tragen bestimmter Kleidung entsprechende Assoziationen freisetzt, resümieren die Wissenschaftler. Und weil wir mit dem Doktortitel üblicherweise Sorgfalt und Achtsamkeit verbinden, überträgt sich dieser Gedanke auch auf unser eigenes Verhalten: Wir werden sorgfältiger und achtsamer – so die These *. Das sollten Sie mal im Büro ausprobieren, tragen Sie mal Kittel statt Kostüm – wird bestimmt lustig!

Auf jeden Fall konnten zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren nachweisen, dass sich Kleidung tatsächlich darauf auswirkt, wie andere uns wahrnehmen. Gut angezogene Schüler gelten als intelligenter, bei Lehrern ist es dasselbe. Frauen, die sich beim Bewerbunsggespräch maskulin kleiden, werden angeblich eher eingestellt, in einem sexy Outfit gelten sie als weniger kompetent. Patienten bleiben einem schick gekleideten Therapeuten eher treu als einem leger angezogenen und Kunden kaufen lieber, wenn der Verkäufer gut gekleidet ist.

* Quelle: Adam Galinsky, Aufmerksamkeit, Hajo Adam, Journal of Experimental Social Psychology

Und jetzt kommt Farbe ins Spiel:
Mit einem Mal werden Sie sichtbar

Business Mode farbiger Schal

Mit einem farbigen Kleidungsstück fallen Sie auf, plötzlich werden Sie sichtbar. Das müssen Sie dann allerdings auch ertragen, dass Sie jetzt angesehen werden und das ist für viele erstmal gar nicht so einfach.
Mein Tipp: Lenken Sie mit der Farbe gezielt die Aufmerksamkeit dahin, wo Sie sie haben wollen. Finden Sie Ihre Kehrseite zu ausufernd? Dann tragen Sie an der Stelle ruhig schwarz, der Po darf auch mal Trauer tragen. Aber Ihr Dekolleté ist eine Augenweide? Dann betonen Sie es mit einem bunten Tuch oder ziehen Sie eine farbige Bluse an.

Farbe bekennen für Anfänger:

Sie werden beim Gedanken an kräftige Farben ganz blass? Dann empfehlen ich Ihnen, sich schrittweise heran zu tasten.

Erster Schritt:

Kaufen Sie sich zunächst ein günstiges Teil in Ihrer Wunschfarbe und laufen Sie damit daheim durch die Wohnung. Lassen Sie die Farbe eine Weile auf sich wirken. Was sagt der Partner? Wie reagiert der Postbote? Was signalisiert Ihnen Ihr Spiegelbild? Werden Sie plötzlich verstärkt angelächelt? Lächeln Sie zurück!

Zweiter Schritt:

Farbe tragen beim Einkaufen, Essen gehen oder Auto tanken. Und abwarten was passiert! Bekommen Sie erstaunte, bewundernde Blicke? Begegnen Ihnen die Menschen offener? Fühlen Sie sich plötzlich viel selbstbewusster? Dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Dritter Schritt:

Tragen Sie Ihr rotes Kleid, Ihre goldenen Schuhe oder Ihr schickes royalblaues Sakko und fahren Sie so zum Kunden oder zur Präsentation. Sie werden garantiert Komplimente bekommen. Weil Sie sich was trauen, weil Sie Farbe bekennen, weil Sie nicht zu einer Trauerfeier gehen, sondern selbstbewusst das Leben und sich selbst feiern – und das auch zeigen. Das kleine Schwarze können Sie ja immer noch tragen. Aber nicht bei der Arbeit!

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihre Sabine Ziemke

 

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