Fritz Eckenga im Kurz-Interview

Fritz Eckenga dichtet sich vom Stützpunkt Dortmund aus die Welt zusammen. Die Ergebnisse stellt er in Büchern, im Radio (z.B. jeden Mittwoch 10 vor 11 bei WDR2) und auf der Bühne vor. Er spielt Solo-Programme, schreibt Theaterstücke und Hörspiele. Ich habe Fritz mit seinem klugen Humor und seinen messerscharfen Texten bei der Eröffnungsgala zu „Mord am Hellweg“ erlebt, die ich 2016 und 2018 in Unna moderiert habe. Im Dortmunder U habe ich neulich seinen „Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“ gelauscht und ihn anschließend folgendes gefragt:

Fritz, wann überzeugt Dich jemand auf der Bühne oder im Interview?

„Das ist pauschal schwer zu beantworten. Wenn mich jemand „überzeugen“ will, muss er mir aber vor allem klarmachen, dass er von dem, was er tut, selbst überzeugt ist. Sobald ich das ungute Gefühl bekomme, dass mir was „vorgemacht“ wird, werde ich skeptisch. Oder mal anders gesagt: Wenn ich schon verschaukelt werde, dann bitte auf hohem Niveau.“

 

Was tust Du selbst, um so präsent und überzeugend wie möglich zu sein?

„Wenn ich andere für das interessieren will, was ich selbst interessant finde, sollte ich gute Argumente haben. Ich mache aber keinen Frontalunterricht, sondern „Unterhaltung“. Das ist übrigens nicht gleichbedeutend mit „Einverständnisherstellung“. Als Künstler bin ich ja nicht konsenspflichtig. Im Gegenteil: Wenn’s zwischen Bühne und Zuschauerraum spannend wird, ist es eigentlich am besten. Unabhängig von Inhalten, muss selbstverständlich das Handwerkliche stimmen. Voraussetzung ist für mich aber vor allem, dass ich selbst Spaß an der Sache habe. Sonst kann ich ihn nämlich nicht vermitteln.“

 

Was machst Du gegen Lampenfieber?

„Erstens: Text lernen! Zweitens: Mich darüber freuen, dass Menschen dafür Eintritt bezahlen, mir zuzuhören. Drittens: Mir immer wieder klarmachen, dass mir noch kein Zuschauer den Kopf abgerissen hat, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Ganz im Gegenteil: Offensives Scheitern schafft Nähe. Allerdings ist auch klar: Nur Mist bauen ist nicht abendfüllend!  Also besser: Immer schön Text lernen!“

Lieber Fritz, vielen Dank für das Interview und Deine Tipps!

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Auf diesen Veranstaltungen können Sie Fritz Eckenga live erleben:

13.11.2018 
Dem Fußball seine Dönekes: Ein gemütlicher Abend mit Ben Redelings und Fritz Eckenga
Dortmund – Deutsches Fussballmuseum – 20:00 Uhr

15.11.2018 
Schicht im Schacht – aber nicht Schluss mit lustig
Mit  Fritz Eckenga, Torsten Sträter, Hennes Bender, Jacqueline Feldmann, Frank Goosen, Kai Magnus Sting, Matthias Reuter und Überraschungsgäste 
Essen – Zeche Zollverein – 19:30 Uhr

16.11.2018
Nehmen Sie das bitte persönlich                                      
Soest – Alter Schlachthof – 20:30 Uhr

17.11.2018
Nehmen Sie das bitte persönlich                             
Bochum – Haus Spitz – 20:00 Uhr

18.11.2018
Nehmen Sie das bitte persönlich                                  
Duisburg – Steinhof – 20:00 Uhr

➔ Weitere Informationen und Karten erhalten Sie über die Website von Fritz Eckenga.

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Till Beckmann ist ein Tausendsassa: Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor. Er hat zum Beispiel mit seinem Bruder zusammen das Drehbuch zum Adolf Winkelmann-Film „Junges Licht“ geschrieben, in dem auch seine Schwester Lina Beckmann mitspielt. Ich habe Till gefragt, wann ihn jemand auf der Bühne wirklich überzeugt und ob er unter Lampenfieber leidet.