Lessons Learned bezeichnet das systematische Sammeln und Analysieren von Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten oder Prozessen. Ziel ist es, aus Erfolgen und Fehlern zu lernen, um zukünftige Vorhaben zu optimieren.

Dabei gibt es verschiedene Formen, wie z.B. moderierte Lessons Learned Workshops.

Meine Aufgabe als Moderatorin ist es dabei, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, die Teilnehmenden zum Mitmachen zu motivieren, die Diskussionsrunden zu leiten und die Ergebnisse zu dokumentieren. 

Warum diese Art von Workshop sich für Unternehmen und Projektteams immens lohnen und welche Aufgabe ich dabei habe, das erkläre ich in diesem Blog Artikel.

1. Was bedeutet Lessons Learned?

Ein Lessons Learned Workshop ist eine strukturierte Sitzung, in der Teammitglieder zusammengekommen, um Erfahrungen aus einem abgeschlossenen Projekt oder Prozess zu reflektieren.

Es geht darum, sowohl positive als auch negative Aspekte zu identifizieren, die während des Projekts aufgetreten sind. Dabei werden auch die Ursachen für diese Ergebnisse analysiert. Dies geschieht, damit wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, um sie auf zukünftige Projekte anzuwenden.

2. Warum sind Lessons Learned wichtig?

2.1 Verbesserte Prozesse
Unternehmen können durch die Reflexion von Stärken und Schwächen ihre Prozesse optimieren.

2.2 Fehlervermeidung
Wiederholte Fehler werden vermieden, da ihre Ursachen identifiziert und eliminiert werden.

2.3 Wissensaustausch
Teams profitieren von den Erfahrungen anderer und arbeiten effektiver.

2.4 Innovationsförderung
Somit fördern Lessons Learned eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

3. Für wen ist ein Lessons Learned Workshop geeignet?

Dieses Format ist nicht nur für Projektmanager*innen interessant,
es kann in zahlreichen Kontexten eingesetzt werden:

3.1 Unternehmen & Teams
✔ Projektteams, um aus abgeschlossenen Projekten zu lernen
✔ Führungskräfte, um strategische Entscheidungen zu verbessern
✔ Abteilungen wie IT, Marketing oder HR zur Optimierung interner Prozesse

3.2 Startups & Gründer*innen
✔ Reflexion von Herausforderungen in der Gründungsphase
✔ Verbesserung von Geschäftsmodellen und Strategien

3.3 Bildungseinrichtungen & Studierende
✔ Lehrkräfte zur Analyse von Unterrichtsmethoden
✔ Studierende zur Reflexion von Gruppenarbeiten oder Forschungsprojekten

3.4 NGOs & soziale Organisationen
✔ Verbesserung von Programmen & Projekten im sozialen Bereich
✔ Optimierung der Kommunikation mit Stakeholdern

3.5 Selbstständige & Freelancer
✔ Lernen aus Kundenprojekten zur Optimierung des eigenen Angebots
✔ Verbesserung von Arbeitsprozessen und Selbstorganisation

4. Die 5 Hauptkategorien

4.1 Erfolgsfaktoren: Was hat besonders gut funktioniert?
4.2 Fehleranalyse: Welche Fehler sind aufgetreten und warum?
4.3 Prozessoptimierung: Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
4.4 Kommunikation: Wie kann der Informationsfluss verbessert werden?
4.5 Innovation: Welche neuen Ideen sind entstanden?

5. Einsatz im Projektmanagement

Im Projektmanagement ist diese Methode besonders wichtig.  Sie sorgt für mehr Effizienz in zukünftigen Projekten und steigert somit deren Qualität. Speziell in agilen Methoden wie Scrum oder Kanban werden Retrospektiven genutzt, um regelmäßig Verbesserungen zu identifizieren.

6. Der Lessons Learned Workshop: Definition und Ablauf

Ein Lessons Learned Workshop ist eine strukturierte Sitzung, in der Teammitglieder vergangene Projekte reflektieren. Dabei werden positive sowie negative Erfahrungen analysiert und dokumentiert.

Ablauf eines 8-stündigen Workshops:

1. Einführung (1 Stunde): Zielklärung, Agenda und Vertrauensbildung.
2. Projektüberblick (1 Stunde): Rückblick auf Ziele, Zeitpläne und Ergebnisse.
3. Erfolgsanalyse (2 Stunden): Identifikation und Dokumentation positiver Faktoren.
4. Herausforderungen (2 Stunden): Diskussion über Probleme und deren Ursachen.
5. Maßnahmenentwicklung (1 Stunde): Erarbeitung konkreter Verbesserungsvorschläge.
6. Abschluss & Feedback (1 Stunde): Zusammenfassung und offene Feedback-Runde.

7. Vorteile eines Lessons Learned Workshops für das Team

7.1 Wissenstransfer
Der Workshop ermöglicht es, Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen. Dadurch kann das gesamte Team von den Fehlern und Erfolgen lernen.

7.2 Prozessverbesserung
Durch die Identifikation von Schwächen und Stärken können Prozesse optimiert und zukünftige Projekte effizienter gestaltet werden.

7.3 Teambuilding
Gemeinsame Reflexion fördert den Zusammenhalt im Team und stärkt die Kommunikation.

7.4 Motivation
Das Erkennen von Erfolgen und positiven Aspekten kann die Motivation der Teammitglieder steigern.

7.5 Risikominimierung
Durch das Verständnis von Fehlerursachen können ähnliche Probleme in zukünftigen Projekten vermieden werden.

8. Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Lessons Learned Workshop

Vorbereitung: Teilnehmer einladen, Agenda definieren, Tools bereitstellen.
Moderation: Offene Kommunikation fördern, alle Meinungen berücksichtigen.
Dokumentation: Erkenntnisse schriftlich festhalten und zugänglich machen.
Nachverfolgung: Umsetzung der Maßnahmen sicherstellen.

9. Rolle der Moderatorin:
Anforderungen und Herausforderungen

Als Moderatorin eines Lessons Learned Workshops habe ich verschiedenste Anforderungen zu erfüllen und stehe vor einigen Herausforderungen.

Hier sind die wichtigsten Punkte:

Anforderungen

✔ Fachliche Kompetenz
Die Moderatorin sollte über fundierte Kenntnisse im Thema des Workshops verfügen, um die Diskussionen leiten und gezielte Fragen stellen zu können.

✔ Kommunikationsfähigkeiten
Sie muss in der Lage sein, klar und verständlich zu kommunizieren. So stellt sie sicher, dass alle Teilnehmer*innen die Themen und Ziele des Workshops verstehen.

✔ Empathie und Sensibilität
Da es oft um Fehler und Herausforderungen geht, sollte die Moderatorin einfühlsam sein und eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. Nur dann werden sich die Teilnehmer*innen wohlfühlen und sich trauen, ihre Gedanken zu teilen.

✔ Moderationstechniken
Sie sollte über Kenntnisse in verschiedenen Moderationstechniken verfügen. Dadurch kann sie die Diskussion steuern, damit alle Stimmen zu Wort kommen und gehört werden.

✔ Zeitmanagement
Die Moderatorin sorgt für die Einhaltung des Zeitrahmens. Zudem muss sie sicherstellen, dass alle Themen behandelt werden.

Herausforderungen:

Unterschiedliche Meinungen & Konflikt
Unterschiedliche Perspektiven und Meinungen der Teilnehmer*innen können zu Konflikten führen. Die Moderatorin muss in der Lage sein, diese zu managen und eine konstruktive Diskussion zu fördern.

Emotionale Reaktionen auf Fehlerdiskussionen
Themen wie Misserfolge oder Herausforderungen können emotionale Reaktionen hervorrufen. Die Moderatorin sollte darauf vorbereitet sein, mit solchen Situationen umzugehen.

Geringes Engagement einzelner Teilnehmer*innen
Es kann schwierig sein, alle Teilnehmer*innen aktiv einzubeziehen. Die Moderatorin muss Techniken anwenden, um das Engagement zu fördern und sicherzustellen, sodass jeder zu Wort kommt.

Sicherstellung der Dokumentation
Die Moderatorin sollte sicherstellen, dass die wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge festgehalten werden. Dies bringt eine zusätzliche Verantwortung mit sicht.

Zielorientierung
Es ist nicht immer leicht den Fokus auf die Ziele des Workshops zu behalten. Insbesondere, wenn die Diskussionen abschweifen. Die Moderatorin sorgt für die Zielorientierung im Workshop.

Insgesamt ist die Rolle der Moderatorin entscheidend für den Erfolg eines Lessons Learned Workshops. Ihre Fähigkeiten tragen maßgeblich dazu bei, dass wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

Sie möchten einen Lessons Learned Workshop durchführen?
Sprechen Sie mich an. Gern moderiere ich Ihren Lessons Learned Workshop.
Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren:

10. Methoden zur Erfassung

  • Retrospektiven (Scrum)
  • Brainstorming-Sessions
  • Feedbackgespräche
  • Workshops mit Moderation

11. Tools zur Dokumentation

📌 Digitale Tools: Trello, Confluence, Miro
📌 Klassische Methoden: Whiteboards, Protokolle, Flipcharts

12. Herausforderungen bei der Umsetzung

🚧 Fehlende Zeit und Ressourcen
🚧 Mangelnde Akzeptanz im Team
🚧 Fehlende Nachverfolgung der Erkenntnisse

Auch aus diesen oben genannten Gründen ist es wichtig, externe Hilfe durch Coaches hinzuzuziehen. Moderator*innen übernehmen neutrale Rollen. So trauen sich die  Teilnehmer*innen frei zu reden und es können die besten Workshop-Ergebnisse erzielt werden.

13. Best Practices für eine erfolgreiche Lessons-Learned-Kultur

🎯 Regelmäßige Workshops etablieren
🎯 Erkenntnisse aktiv im Unternehmen teilen
🎯 Lessons Learned als festen Bestandteil im Projektmanagement verankern

14. Fazit: Warum Lessons Learned langfristig Erfolg sichern

Diese Methode ist ein Erfolgsfaktor. Es geht daru, aus Erfahrungen zu lernen, Fehler zu vermeiden und Innovationen zu fördern. Unternehmen, die diesen Prozess systematisch nutzen, steigern ihre Effizienz und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

Sie möchten einen Lessons Learned Workshop in Ihrem Unternehmen durchführen?

Sprechen Sie mich an. Gern moderiere ich Ihren Workshop und unterstütze Sie dabei, dieses wertvolle Format in Ihrem Unternehmen zu etablieren.

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15. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

15.1 Wie oft sollte ein Lessons Learned Workshop stattfinden?
Mindestens nach jedem abgeschlossenen Projekt, idealerweise regelmäßig in Retrospektiven.

15.2 Was ist der größte Vorteil von Lessons Learned?
Die Vermeidung wiederholter Fehler und die kontinuierliche Optimierung von Prozessen.

15.3 Welche Tools sind empfehlenswert?
Digitale Lösungen wie Confluence, Trello oder Miro sind besonders effektiv.

15.4 Wie kann ich dieses Format in meinem Unternehmen etablieren?
Durch regelmäßige Workshops, klare Dokumentation und konsequente Umsetzung der Erkenntnisse.

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